Building a Successful Internet Century VentureDas Erfolgsrezept von Google: Smarte, kreative Mitarbeitende gewinnen, grosse Ziele setzen, experimentieren, daraus lernen. Und das ganze in hoher Geschwindigkeit. Simple as that?

Kürzlich bin ich auf eine Präsentation von Eric Schmidt und Jonathan Rosenberg aufmerksam gemacht worden. In der Präsentation (in welcher  das Buch „How Google Works“ beworben wird) geben sie Einblick in die Prinzipien, die ihrer Meinung nach, ein erfolgreiches „Internet Century Venture“ ausmachen.

Ungleich zu anderen Autoren sprechen Schmidt und Rosenberg explizit nicht von Internet Ventures, sondern von Internet Century Ventures und meinen damit, dass die veränderten Rahmenbedingungen der digitalen Welt sämtliche Branchen und Unternehmen tangiert und entsprechend die Erfolgsfaktoren für Unternehmen übergreifend Relevanz haben. Gleichzeitig beziehen sie ihre Learnings immer auf Google. Sie prophezeien nicht den Heiligen Gral entdeckt zu haben, sondern beschreiben, was bei Google funktioniert. Transferleistung natürlich erlaubt… :-).

Innovationsgeschwindigkeit-Fehlerkultur-Informationen-EntscheidungswegeDie Kernaussage lautet, dass der grösste Erfolgsfaktor für ein Unternehmen im einem schnellen und dynamischen Marktumfeld wie Google, darin besteht mit hoher Innovationsgeschwindigkeit am Markt zu sein. Die grössten Feinde für eine hohe Geschwindigkeit in vielen Unternehmen sind:

  • Informationen, die nicht geteilt werden
  • Kultur der Fehlervermeidung, weil Fehler teuer sind (waren)
  • Entscheidungsgewalt in den Händen von wenigen

Smart Creatives Smart Creatives SkillsDafür braucht ein Unternehmen wie Google „Smart Creatives“. Diese brauchen ein Umfeld, in dem sie sich entfalten und skalieren können. Sounds good. Aber was heisst das?

Gemäss Schmidt und Rosenberg startet das bei der (dokumentierten und gelebten) Kultur. Dem Setup von kleinen und selbstorganisierten Teams und der Überzeugung, dass Innovation nicht geplant und in Business Plänen dokumentiert wird. Besser ist es mit einer grossen Vision zu starten, zu experimentieren und schnell daraus zu lernen.

Big Idea - VisionBei mir haften geblieben ist die Aussage, dass grosse Ideen manchmal einfacher zu erreichen sind als kleine Ideen. Weil mit den grossen Ideen begeistert und involviert man die besten Leute.

Von aussen betrachtet ist es natürlich schwierig zu beurteilen, wie gut das bei Google tatsächlich funktioniert. Da hilft es auch nicht, dass ich schon in Mountainview durch den Campus geschlendert bin und bei Google in Zürich auf Besuch war. Bunte Möbel und gute Gastronomie können helfen, kann aber noch nicht alles sein, oder?

Der Markterfolg und die zahlreichen (zugekauften und selber entwickelten) Neuheiten auf dem Markt, sind jedoch eine starke Argumentation. Denkt man sich die Cash-Cow „Adwords“ weg, die viele dieser Experimente finanziert und das ganze Setup überhaupt erst möglich macht, würde meiner Meinung nach auch Google weniger umfangreiche Risiken eingehen können und könnte wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle etwas kleinere Brötchen (aka Visionen) backen. Ich glaube aber, dass viele der Aussagen von Schmidt und Rosenberg auch im kleineren Kontext gut funktionieren können.

Was denkt ihr? Ist Google AdWords finanzierter Spielplatz oder die Innovationsfabrik schlechthin?

Die inspirierende Präsentation vollständig hier:

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2 comments

  1. Axel Fraessdorf

    How about „The Lean Startup?“ from Eric Ries…..